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Kunst triff Feinkost
Seit Dezember 2015 stellt Elisabeth Pollach ausgewählte Werke im Feinkostladen Gundelinde in München aus.

Zu sehen ist die Ausstellung in der Gundelindenstrasse 11
in München.



Ausstellung im Universitätsklinkum Erlangen
Elisabeth Pollach stellt im Universitätsklinikum Erlangen in der Radiologie aus

Ausstellungszeitraum: 28.05.2015 bis Mai 2016

Zu sehen ist die Ausstellung am Maximiliansplatz 2 in Erlangen.




Kunst im Kaffee
Elisabeth Pollach stellt bei "Kunst & Kaffee" in Regensburg aus

Seit dem 16.05.2015 stellt die Künstlerin ihr Werke im besonderen Ambiente von "Kunst & Kaffee" in Regensburg aus.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 16.08.2015 jeweils Dienstag bis Samstag: 10:00 bis 17:00 Uhr in der Obermünsterstraße 7.



Kunst trifft Mode
Elisabeth Pollach stellt bei "Leib & Seele" in München aus

Ab dem 8.12.2014 sind die Werke der Künstlerin bei "Leib & Seele" am Gärtnerplatz in München zu sehen. Die Bilder harmonieren mit der Mode und der modernen Innenarchitektur des Ladens.

Zu sehen ist die Ausstellung jeweils Montags bis Samstags von 11 bis 20 Uhr in der Klenzestraße 22.

Presse
Madame Butterfly
Den Kranken Lebensfreude schenken
Elisabeth Pollach stellt in der Medizinischen Klinik 5
in Erlangen aus


Die Bilder der Künstlerin Elisabeth Pollach fanden den Weg ans Universitätsklinikum Erlangen über ihren Ehemann Elmar Pollach. Als dieser in der Medizinischen Klinik 5 - Hämatologie und Internistische Onkologie behandelt werden musste, schmückte er sein Krankenzimmer mit den Werken seiner Frau. Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Mackensen wurde auf die Gemälde aufmerksam, besuchte die Malerin in ihrem Atelier im oberpfälzischen Illschwang und initiierte schließlich eine Ausstellung. Diese wird am Dienstag, 18. Juni 2013, 17.00 Uhr im Internistischen Zentrum des Uni-Klinikums Erlangen von Prof. Mackensen persönlich eröffnet (Ulmenweg 18, Gebäudeteil D, Foyer im 2. Stock). Mindestens bis zum Jahresende 2013 kann Elisabeth Pollachs Malerei dann im Foyer der Medizin 5, im Flur der Direktion sowie auf den Stationen D2-3, D2-4 und EU-6 kostenfrei besichtigt werden. Zur Vernissage sind alle Kunstinteressierten sowie Medienvertreter herzlich eingeladen. "Das Entstehen eines Bildwerkes ist ein metaphysischer Vorgang, der rational nicht zu erklären ist. Ich erschaffe mir dadurch eine eigene neue Welt von größtmöglicher Freiheit. Jede Arbeit an einem neuen Bild ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang", sagt die Künstlerin über ihr Schaffen. Im Mittelpunkt von Elisabeth Pollachs Bildern stehen der Mensch und alles Lebendige. Die collagenhaften Gesamtkompositionen entwickeln sich aus den Einflüssen des Alltags sowie aus Tagträumen und Erinnerungen. Sie zeigen figürliche Darstellungen, die spielerisch inszeniert werden und dem Betrachter durch ihre Zweideutigkeit manchmal Rätsel aufgeben. Essenziell ist das erzählerische Element mit einer lebensbejahenden Grundhaltung, an der künftig auch die Patienten und Besucher der Medizin 5 teilhaben sollen.

Elisabeth Pollachs Arbeiten sind verborgene Erzählung
Foto: altrofoto.de
Das abenteuerliche, gefräßige Herz
Elisabeth Pollach aus Amberg stellt im Caritas-Krankenhaus
St. Josef aus.


Von Helmut Hein, Mittelbayerische Zeitung

Regensburg. Manchmal, und es sind nicht die schlechtesten Momente, geht es wild zu. Das übervolle Herz platzt. Und was eben noch intimste Szene war, rätselhafte Innenwelt, drängt sich auf der Leinwand. Scheinbar den Blicken aller preisgegeben. Ein Durcheinander der Sensationen und Empfindungen. Frisch erlebt oder Frucht der „mémoire involontaire“. Einer Erinnerung, an der Wille oder Absicht keinen Anteil haben.

Elisabeth Pollach meditiert nicht, wenn sie malt. Sie sucht keine Ordnung. Alles ist und bleibt Chaos. Ausdruck, der noch nichts von sich weiß und vielleicht sogar für immer im Dunkel des Bildes verharrt.

Der flüchtigen Wahrnehmung scheinen diese Bilder auf eine zweifellose Weise figurativ. Die Tableaus wirken realistisch. Dem einen oder anderen wird vielleicht das Archaische oder Archetypische, das Reduzierte und Rohe der Darstellung wie der Montage auffallen. Aber diese Arbeiten sind nie nur Bild, sie sind immer auch Text: verborgene Erzählung, stummer Verweis. Elisabeth Pollach spielt souverän mit der Möglichkeit von Bildern und Buchstaben, auf etwas anderes zu verweisen, es zu „bedeuten“. Sie kennt das metaphorische Potential selbst der kleinsten Geste und nutzt es.

Wenn man anfängt zu malen oder zu schreiben, wird es in einem dunkel. Das Regime der Ratio dankt ab. Wir tauchen ein in die Nacht des Unbewussten und der Träume. Dort verändert alles permanent seine Gestalt und seinen Ort. Natürlich lebt die Künstlerin hier und heute, aber die andere Seite der Psyche, die in der Kunst aktiv wird, kennt keine Zeit und keinen Ort. Elisabeth Pollachs Malerei ist Selbsterkundung. Aber man begegnet sich am besten maskiert und kostümiert. Ihre Paare, die die Szene beherrschen: das ist sie selbst, doppelt, die eine und die andere Seite. Man muss sich weit von sich entfernen, um sich wirklich nahe zu kommen.

Diese Bilder verströmen eine starke Vitalität – auf düsterem Grund. Bei der Arbeit beginnt sie, „grundierend“, mit schwarzen oder zumindest dunklen Tönen. Alles, was erscheint, arbeitet sich heller und heller werdend, aus diesem Schwarz oder Dunkel heraus.

Elisabeth Pollach mag die Feste und nächtlichen Treffen, Afrika oder den chinesischen Markt (alles Bildtitel). Aber jede Reise ist eine durch den Spiegel. Noch die ekstatischste Selbstentäußerung endet, auf manchmal gespenstische Weise, mitten in der Psyche, der Seele, wie es früher hieß, die Spiegel der Welt und des Lebens war.

Viele Räume Pollachs sind gebrochen, montiert, ein Arrangement aus Räumen. Und die eigene Kreativität wird vom Fremden, vom Vorgefundenen angetrieben. Von den objets trouvés, den Bruch- und Fundstücken, den Fragmenten eines Daseins, dem man nie begegnen wird, von Zeitungsfetzen in fremden Sprachen, deren Sinn sich nie erschließt – oder, vielleicht doch, aber nur einem flüchtigen Passanten, den man gar nicht erwartet hat.

Künstler missverstehen es leicht, wenn man vom Dekor spricht, und sei es in seiner dunkelsten Version. Diese Bilder erinnern in ihren besten Momenten an Rilkes Glücks- und Unheils-Vision der Verschwistertheit von Schönheit und Schrecken. Wer sich auf das Andere einlässt, muss damit rechnen, von ihm gefressen zu werden.

Statisten
Elisabeth Pollach zeigt „Kunst im Foyer“
Ihre Bilder sind bis zum Ende der Spielzeit im Stadttheater zu sehen – Ausdrucksstarke Werke voller Frische und Spontaneität

Amberg. Die Gelegenheit, im Stadttheater Amberg hinter die Kulissen zu spitzen, bietet sich während der gesamten am morgigen Sonntag beginnenden Spielzeit 2005/2006. Nicht gemeint ist damit etwa, dass Theaterbesucher nun freien Zugang hinter die Bühne haben werden. Vielmehr ist es die Ausstellung im Theaterfoyer mit Werken von Elisabeth Pollach, die beim Pausenaufenthalt diesen interessanten und reizvollen Einblick ermöglicht.

Am Donnerstag wurde die nunmehr achte Präsentation „Kunst im Foyer“ eröffnet – im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, Kulturreferent Norbert Fischer, Theaterberaterin Dr. Christiane Schmidt, den Freunden des Stadttheaters und zahlreichen interessierten Gästen. Unter ihnen befand sich auch eine Reihe von Künstlerkollegen, angeführt von Helmut Rösel, der die Einführung in diese Ausstellung übernommen hatte. In seinen Ausführungen zeigte sich dieser beeindruckt von den kompositionell durchgearbeiteten Exponaten, den kraftvollen Farben und Formen sowie der Frische und Spontaneität, die bei den Werken Elisabeth Pollachs bemerkbar wird. Acht ihrer großformatigen Gemälde hat die in Altenburg in Thüringen geborene Künstlerin in das Theater mitgebracht. Sie alle zeigen Menschen, die sich „hinter den Kulissen“ befinden: beim Frisieren, bei der Gesangsprobe oder beim Umkleiden hat Elisabeth Pollach scheinbar eine Momentaufnahme gemacht. Und doch spiegeln die Werke – wie auch Helmut Rösel verdeutlichte – keineswegs die Realität wider, sind vielmehr Ergebnisse einer Bildidee und der individuellen Sehweise der Künstlerin. Als weiteren Aspekt stellte der Laudator aber auch die Dominanz der Zweidimensionalität heraus. „Elisabeth Pollach hat damit auf die Vortäuschung von Tiefe verzichtet“, so Rösel. Hoch erfreut äußerte sich der Künstlerkollege über die Tatsache, dass sich, wenn man das Gesamtwerk von Elisabeth Pollach betrachtet, ihre Arbeiten stets „wohltuend vom Zeitgeist abgesetzt“ haben. Dabei habe die Künstlerin – die ihre Ausbildung an der Meisterschule für Mode in München und an der Kunstgewerbeschule in Zürich absolviert hat und seit rund 40 Jahren mit ihrer Familie in der Amberger Region lebt – frühzeitig einen eigenen Stil gefunden und sich auf diese persönliche Linie konzentriert. In dieses Gesamtkonzept ließen sich auch die nun im Theaterfoyer gezeigten Gemälde einreihen, die damit „Teil eines großen Ganzen“ sind. Ihr Inhalt erschließe sich, sobald man sich ihnen zuwendet, bemerkte Helmut Rösel weiterhin: „Sie sind unverschlüsselt und frei von fragwürdiger, weit hergeholter Symbolik.“ Dass sie zudem geprägt sind von Individualität, Subjektivität und Phantasie, davon können sich die Theaterbesucher in den kommenden Wochen und Monaten überzeugen.

Auch werden die Gäste im Foyer überrascht sein von der Ausdrucksstärke, mit der die Werke ihre Betrachter gefangen nehmen und fesseln. Die Teilnehmer der Vernissage können diese Behauptung jedenfalls bestens bestätigen: Sie zeigten sich fasziniert und angetan von den Bildern Elisabeth Pollachs. Diese hat für Oktober schon ein neues Projekt in Bearbeitung. Sie stellt dann in der Galerie Kronen in Zürich aus und ergänzt damit ihre langjährigen und breiten Ausstellungsaktivitäten, die schon bis nach Kalifornien reichen, um einen weiteren wichtigen Punkt. (su)